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Unsere Projekte in Bangladesh

Gesundheitsprogramm

Ein integriertes ländliches Gesundheitsprogramm in Bangladesch lief im April 2001 offiziell an. Die Projekthilfe Dr. Luppa hat dafür beim BMZ eine Co-Finanzierung beantragt und genehmigt bekommen (Eigenanteil 10.500 von 45.000 EUR). Im April 2002 fand die Einweihung statt.

41 kleine Dörfer im Delta des Flusses Meghna wurden durch ein integriertes Programm verschiedener Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheit erreicht. Der Schwerpunkt lag auf der Schulung von Frauengruppen (Hygiene, Ernährung, Latrinenbau, Modellgärten) und von Dorf-Hebammen (TBA = traditional birth attendants). Ergänzt wurde das Programm durch den Bau einer kleinen Gesundheitsstation, Brunnen, Latrinen und Gemüseanbau. Der Gesundheitsstand von 12.000 Menschen, insbesondere von Müttern und Kleinkindern, wurde durch dieses Projekt entscheidend verbessert.

Bangladesh ist eines der ärmsten Länder der Erde mit erschreckenden Gesundheitsdaten: Lebenserwartung 58 Jahre, Geburtenrate 2,56 %, Säuglingssterblichkeit 7,7 %. Trotz früher Heirat haben viele Frauen ein erschreckendes Los: Misshandlungen, Scheidungen oder einfach verlassen zu werden ist leider nicht selten. Dann die Sorgen einer Allein-Erziehenden ohne finanzielle Unterstützung, zweideutige Anträge anderer Männer, ungerechte Behandlung bei Behörden, schließlich Betteln, Unterernährung, - und so enden manche Frauen als Magd bei einem reichen Städter. Deshalb ist eine Verbesserung der Lebensbedingungen für Frauen vorrangig.

 

Im Projektgebiet gibt es keinen Strom, kein Telefon, schlechte Transportwege (Boot/Rikscha). 80 % der Bevölkerung sind Landlose, die als Tagelöhner etwa EUR 0,60 (30 Taka) täglich erhalten. Dieser Betrag muss für eine durchschnittlich 6 Personen umfassende Familie reichen - und so findet man überall unterernährte Kinder. Die meisten Menschen sind Analphabeten und ohne Hygienebewusstsein. Das Fluss-/Kanalwasser ist die Ursache vieler Infektionskrankheiten und wird dennoch getrunken. Geburtenplanung ist unbekannt, medizinische Hilfe unerreichbar.

Schulung von Frauengruppen



Durch die Schulung von Frauengruppen, zusätzliche Einnahmen durch bessere Erträge im Hausgarten, durch eine erreichbare Gesundheitsstation, durch sauberes Trinkwasser und Latrinenbau werden die Betroffenen in die Lage versetzt, ihren Lebens- und Gesundheitsstandard zu verbessern.

Kleinkredite


Zwischen 2003 und 2005 wurde das Projektgebiet erheblich erweitert und 7.000 Familien in das Kredit- und Schulungsprogramm einbezogen. Wiederum konnte die Co-Finanzierung durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit sichergestellt werden. Der Projektantrag hatte einen Gesamtumfang von 225.700 Euro über drei Jahre. Der von der Projekthilfe Dr. Luppa zu übernehmende Anteil lag bei 35.400 Euro. Im Rahmen von zwei Projektbesuchen 2003 und 2005 konnte sich der 1. Vorsitzende vom Erfolg der durchgeführten Maßnahmen überzeugen.

Schule für Mädchen



Als besonders problematisch erwies sich die Lage der jungen Mädchen, die in der muslimischen Gesellschaft häufig keinen Zugang zu einer Schul- oder Berufsausbildung erhalten. Auch wenn sich heute in vielen Familien die Mütter durch Gemüseanbau, Fisch- oder Viehzucht ein kleines Einkommen erwirtschaften können, - so wäre es doch umso wichtiger, auch hier schon im Vorfeld, also für die jungen Mädchen, Ausbildung anbieten zu können.



Mit großzügiger Unterstützung der Grammer AG (20.000 € in 2005 und 11.000 € 2006) konnte eine Schule für Mädchen aufgebaut werden. 2007 wird der Schulbetrieb und die Einrichtung der 9. Klasse mit 5.821 € gefördert. 2008 kommt dann noch die 10. (Abschluss-)klasse hinzu.



Herr Ponnath hat im März 2007 als Vorstandsmitglied der Grammer AG zusammen mit seiner Frau und dem 1. Vorsitzenden der Projekthilfe Dr. Luppa die Schule und das Projektgebiet besucht. Die Mädchen gehen mit großer Begeisterung zur Schule und wissen um ihren Vorteil und die Chancen für einen guten Beruf. Nur über Bildung lässt sich die Lage der Frauen im moslemischen Bangladesch verbessern!

Um die Schule nach den ersten drei Jahren in staatliche Verantwortung überführen zu können muss das Schulgelände mindestens 500 qm groß sein, so dass sich Grammer entschlossen hat, den notwendigen Grund anzukaufen. Jetzt muss das Grundstück noch geeignet bebaut werden, um möglichst auch Handarbeitskurse, vielleicht sogar eine Schulküche anbieten zu können.

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